Tobias Kochseder ist ein österreichischer Musiker, geboren am 14. Januar 1999 in Graz. Seine Anfänge am Akkordeon begannen mit 7 Jahren bei der privaten Musikschule Fröhlich in Graz. Sommersemester 2012 wechselte er zum Johann-Joseph-Fux Konservatorium, und seit Oktober 2017 studiert er IGP Klassik und Instrumentalstudium Akkordeon bei Prof. Na Song (seit Sommersemester 2021, vorher bei Prof. Georg Schulz) an der Kunstuniversität Graz. Er nahm von 2018 bis 2022 auch Unterricht bei Christian Bakanic im Schwerpunktfach Jazz und Popularmusik. Auf der Tuba, sowie am Saxophon bekam er in den Jahren 2019 bis 2022 ebenfalls Unterricht von anderen Studierenden.

Seine künstlerische Vielseitigkeit und stilistische Breite, die sich vom klassischen Akkordeonrepertoire aus Barock und zeitgenössischem Repertoire, über Tango und Jazz bis zu Rock/Pop erstreckt, sieht man in seinen zahlreichen Projekten: Diverse Auftritte im Bereich der Volksmusik, wie z.B. beim Dudelsackfestival 2018 in Strakonice, Tschechien, sowie Jazzkonzerte mit seinem Bossa Nova Trio „Raiz de Lis“, oder auch Operettenprogramm bei styriarte 2020. Beim „Opernkarussell“ spielt er weiteres Opernrepertoire, welches vom 17. bis in das 20. Jahrhundert reicht. Sein Debüt im Wiener Konzerthaus war am 30.12.2021 als Gast bei Nikolaus Habjan. Beim Akkordeonwettbewerb des Harmonikaverein Österreich gewann er 2014 und 2016 jeweils den 2. Preis, bei der „Danubia Online Competiton 2021“ einen 1. Preis.

Mit dem chilenischen Cellisten Eduardo Antiao Barria bildet er das Duo „Portes de Fer“, welches August 2019 beim „Salieri-Zinetti“-Wettbewerb in Verona teilgenommen hat, Konzerte in Deutschland, Österreich und Italien spielte, und auch bei der KUG-Produktion „Sounds of.. – Musik aus den Welten der Studierenden“ zu hören ist. Das Duo besteht nun seit über 5 Jahren, und hat ein großes Repertoire von Klassik, Jazz und argentinischem Tango aufgebaut.

Auf dem Bandoneon spielte er bei Konzerten auf der KUG, beim Workshop „Tango for musicians“ von der argentinischen Gruppe Tango sin fin, sowie für Tänzer bei diversen Grazer Tangoveranstaltungen. Eines seiner Arrangements für Tangoorchester, Retrato de Alfredo Gobbi (Astor Piazzolla), wurde 2020 vom KUG-Tangoorchester unter der Leitung von Sandy Lopicic gespielt. Ferner setzt er das Bandoneon solo, in größeren Projekten (Sigi Feigls Orchester: Big Band Tango, Misa a Buenos Aires (Martin Palmeri) mit Oberton String Octet und SevenCircles Vokalensemble), und in seinem Tangoensemble Bandouba ein, welches traditionelle und moderne Tangos verbindet. Außerhalb der Tangomusik kommt das Instrument auch im Theater (Komödienspiele Porcia 2022), und in experimenteller Musik zum Einsatz (Institut .abeceda; Young Researchers V – Oskar Longyka). Bei Ensemble Porcia war er auch als Tubist aktiv, bei Angelica Ladurners Fassung des Glöckner von Notre Dame, Musik von Severin Salvenmoser.

Als Keyboarder kann man ihn auf der Anfang 2020 veröffentlichten CD „mistakes were made“ der Grazer Pop-Band „A few mistakes ago“ hören. In seinem Heimstudio wird 2022 am 2. Album gearbeitet, welches via Rauschgift Rosie Records erscheinen wird.

Diskografie